Tiritiri Matangi

Eingeschleppte Tiere wie beispielsweise Ratten, Wiesel, Hunde und Katzen machen vielen einheimischen Vögeln in Neuseeland schwer zu schaffen. Einige sind vom Aussterben bedroht und manche sind auch bereits vollständig verschwunden. Deswegen wird hier fleißig gearbeitet, um diesen Prozess zu stoppen. Eines dieser Projekte ist Tiritiri Matangi, eine Insel im Hauraki Gulf unweit von Auckland. Die 2,2 Quadratkilometer große Fläche wurde komplett von „fremden“ Tieren bereinigt, sodass inzwischen selten gewordene einheimische Vögel wieder fußfassen konnten.

Hobbs Beach auf Tiritiri Matangi mit dem Shakespear Regionalpark im Hintergrund
Hobbs Beach auf Tiritiri Matangi mit dem Shakespear Regionalpark im Hintergrund

Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und buchten eine Überfahrt mit der Personenfähre von zentralen Fährterminal in Auckland. Nach über einer Stunde erreichten wir die kleine Insel. Außer dem Leuchtturm gibt es noch ein paar andere Gebäude: das Büro des Department of Conservation (DOC), den Souvenirshop und das Bunkhouse, in dem wir übernachteten. Obwohl es auch vom DOC betrieben wird, sollte es nicht mit einer gewöhnlichen DOC Hütte verglichen werden. Hier gibt es neben Strom und Toiletten mit Spülung sogar warme Duschen! Eine frühzeitige Buchung ist jedoch nötig, vor allem wenn man die Nacht von Samstag auf Sonntag anstrebt. Als ich im Juli 2020 gebucht hatte, war dies der erste verfügbare Samstag! Anderenfalls kann die Insel auch als Tagestour besichtigt werden. Die Chance nachtaktive Vögel zu sehen, bleibt einem dann aber verwehrt.

Leuchtturm und DOC Büro
Leuchtturm und DOC Büro
Bunkhouse mit dem Vulkan Rangitoto in Hintergrund. Aucklands Skyline kann noch erahnt werden.
Bunkhouse mit dem Vulkan Rangitoto in Hintergrund. Aucklands Skyline kann noch erahnt werden.

In den Wäldern der Insel zwitschert es schon deutlich lauter als in einem gewöhnlichen neuseeländischen Wald. Wir haben viele Vögel gesehen, die wir schon kannten, aber auch viele, die wir in unserer Zeit in Neuseeland noch nie zu Gesicht bekommen hatten. Am einfachsten zu Fotografieren waren die Vögel natürlich an der Wassertränke!

Tui
Tui
Hihi oder Stitchbird
Hihi oder Stitchbird
Die Wassertränke kann auch zum Baden genutzt werden
Die Wassertränke kann auch zum Baden genutzt werden
Kokako
Kokako
Kakariki oder Red-crowned paraket
Kakariki oder Red-crowned paraket
Kereru oder New Zealand pigeon
Kereru oder New Zealand pigeon
Korimako oder Bellbird
Tieke oder Saddleback

Am Abend gingen wir zum Sonnenuntergang zur Bootsanlegestelle hinunter. Während der Brutzeit sollen dort in der Abenddämmerung wohl Little Blue Penguins an Land kommen. Leider waren es schon etwas spät im Jahr, sodass wir leider keine Pinguine entdecken konnten.

Anlegestelle im Sonnenuntergang mit Shakespear Regionalpark im Hintergrund
Anlegestelle im Sonnenuntergang mit Shakespear Regionalpark im Hintergrund
Anlegestelle in der Abenddämmerung
Anlegestelle in der Abenddämmerung

Auf dem Rückweg war die Suche nach einem Kiwi natürlich von oberster Priorität. Es sollen angeblich über hundert dieser flugunfähigen Vögel auf der Insel wohnen. Wir konnten ein paar von ihnen rufen hören. Gesehen haben wir aber leider keinen.

Leuchtturm im Mondlicht
Leuchtturm im Mondlicht

Mitten während unserer Nachtwanderung kam die Meldung des Gesundheitsministeriums durch, dass Auckland am Morgen wieder in Lockdown ginge. Zurück an der Hütte wusste die Rangerin auch nicht genau, wann und wie wir wieder von der Insel kommen würden. Die Fähren würden bei Lockdown wohl nicht fahren, aber vielleicht würde das Boot vom DOC uns abholen.

Am Morgen teilte sie uns mit, dass die Fähre uns doch planmäßig abholen wird und wir somit noch den restlichen Sonntag auf der Insel bleiben können. Dadurch, dass frühs keine neuen Tagestouristen ankamen, hatten wir die Insel somit beinahe für uns alleine!

Fishermans Bay mit Great Barrier Island im Hintergrund
Fishermans Bay mit Great Barrier Island im Hintergrund
Abschied von der einsamen Insel
Abschied von der einsamen Insel

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