The Pinnacles

Nach acht Wochen Hausarrest dürfen wir seit Donnerstag endlich wieder raus! Acht Wochen lang hatten wir jetzt Zeit uns zu überlegen, was das Erste ist, was wir machen wollen, wenn wir wieder raus dürfen. An den Strand? In die Berge? Auf eine Insel? Letzteres fiel schon mal weg. Die Fähren haben ihren Dienst noch nicht wieder aufgenommen. Sonst wären wie vielleicht auf den Rangitoto gegangen oder nach Tiritiri Matangi. So haben wir uns schließlich auf die Pinnacles geeinigt.

Die Pinnacles sind eine 759 Meter hohe Gipfelformation auf der Coromandel, eine Halbinsel etwa anderthalb Autostunden von Auckland entfernt. Vom Parkplatz am Ende des Kauaeranga Valley starteten wir die Wanderung. Anfangs ging es durch einen dichten Wald immer weiter das Tal hinauf. Den Kauaeranga River überquerte man dabei mehrmals über abenteuerliche Hängebrücken.

Später führte der Weg vom Bach weg. Immer weiter stieg er stetig an. Der Weg ging in eine konstante Treppe über, deren Stufen für Riesen, oder zumindest wesentlich größere Menschen als mich, ausgelegt war. Nach zwei Stunden erreichten wir ein Hochplateau und noch einmal eine Stunde später die Pinnacles Hut.

Auf dieser 80-Betten-Hütte des Department of Conservation hatten wir vor fünf Jahren schon einmal übernachtet (Hier geht’s zum Bericht). Diesmal ersparten wir uns das zusätzliche Gewicht für das Übernachtungsgepäck und machten die Wanderung stattdessen als Tagesausflug. Zudem werden momentan nur Buchungen für 10 Personen pro Nacht angenommen. Social Distancing und so.

Nach einer kleinen Pause auf der Terrasse der Hütte, die Hütte selbst war abgeschlossen, machten wir uns zum Endspurt auf. Die letzte Dreiviertelstunde hatte es wirklich in sich. Steile Leitern gingen schließlich in Metallsteigbügel im Felsen über und letztlich wünschte man sich, es gäbe noch Metallsteigbügel. Aber der Ausblick entlohnte für jegliche Strapazen!

Mit Social Distancing war am Gipfel dann wirklich nicht mehr viel. Bald zwei duzend Wanderer tummelten sich auf der kleinen Aussichtsplattform. Hände wurden gereicht, um anderen Wandern hoch oder runter zu helfen, Kameras und Handys wurden an Fremde übergeben, um Fotos zu machen, und sogar Essen wurde geteilt. Alles ganz normal. Alles so wie früher.

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