Radtour durch Auckland

Donnerstag und Freitag hatte ich im Hotel frei. Es war nicht viel los und ich hatte in der Woche zuvor auch schon etwas zu viele Stunden angehäuft. Zeit für einen Ausflug!

Eine Übersicht der Strecke auf Google Maps findest du hier.

Kurz vor 9 Uhr schnappte ich mir mein Fahrrad und fuhr von unserem Haus in der Nähe des Botanischen Gartens in Auckland’s Süden los. Nach 20 Minuten bog ich nicht, wie jeden Morgen, zum Hotel in Manukau ab, sondern folgte der Great South Road weiter Richtung Norden. Diese hatte beinahe durchgehend eine separate Spur für Fahrräder, die vielen Ampeln wurden jedoch lästig. Gegen 10 Uhr stand auch schon meine erste Pause an: Ein Besuch bei meiner alten Firma in Otahuhu.

Eine Stunde später schwang ich mich wieder auf den Sattel und radelte weiter Richtung Norden. In Ellerslie ließ ich die Great South Road links liegen, überquerte die Brücke über die Autobahn und fuhr durch kleinere Wohngebietsstraßen über das überraschend hügelige Remuera hinunter zum Orakei Basin.

Blick auf den Vulkan Rangitoto von der Uferpromenade aus
Blick auf den Vulkan Rangitoto von der Uferpromenade aus

Immer an der Uferpromenade entlang näherte sich die Uhr dem Mittag und ich mich der Innenstadt. Je näher die Innenstadt rückte, desto besser wurde der Radweg.

Toller Radweg in der Innenstadt kurz vor der Spark Arena
Toller Radweg in der Innenstadt kurz vor der Spark Arena

Ein Foto hier und noch eins dort verpasste ich meine Fähre um ein paar wenige Minuten. Die Auckland Harbour Bridge kann als Autobahnbrücke nämlich nicht von Fahrrädern oder Fußgängern genutzt werden, sodass die Fähre zum überqueren des Hafens eine gute Alternative ist. Mein kleines Missgeschick war aber vielleicht auch ein bisschen Absicht. Und so setzte ich mich ans Ende der Queens Wharf zu den anderen Büro- und Baustellenmitarbeitern und legte wie diese auch eine längere Mittagspause in der Sonne ein.

Eine Stunde später ging ich mit meinem Fahrrad an Bord der Personenfähre nach Bayswater. Die 10-minütige Fahrt kostete außerhalb der Stoßzeiten nur knapp 5 Dollar. Das Fahrrad reiste kostenlos mit.

Auf der Fähre nach Bayswater
Auf der Fähre nach Bayswater
Mein Fahrrad an der Anlegestelle in Bayswater mit der gelben Personenfähre rechts im Bild
Mein Fahrrad an der Anlegestelle in Bayswater mit der gelben Personenfähre rechts im Bild

Auf dem letzten Foto könnt ihr auch endlich mal mein bescheidenes Rad begutachten. Es ist kein eBike und auch nicht neu oder besonders toll. Ich habe vor einiger Zeit zwei gebrauchte Räder auf TradeMe, dem neuseeländischen Pendant zu eBay, für 50 Dollar gekauft. Das Bessere davon habe ich behalten und das andere für 75 Dollar weiterverkauft. Nur damit ihr so eine Idee bekommt, mit was ich so unterwegs war.

In der North Shore angekommen, schlängelte ich mich durch Bayswater bis nach Takapuna. Dort kenne ich mich nicht so gut aus, sodass eine ungeplante Ehrenrunde nicht überraschend kam. Letztlich gelangte ich zur angestrebten Forrest Hill Road. Der Name lässt schon erahnen, dass der gemütliche Teil der Radtour bereits hinter mir lag. Oben angekommen wurde ich immerhin mit einem tollen Blick auf die Stadt entlohnt.

Blick vom Greville Reserve auf die Innenstadt in der Ferne
Blick vom Greville Reserve auf die Innenstadt in der Ferne

Die Straße ging schließlich in die East Coast Road über, welche anfangs noch recht nett als Höhenstraße verlief, später aber ein ganz schönes Auf und Ab wurde.

Blick von der Forrest Hill Road/East Coast Road auf der Hauraki Guld und die Coromandel Pensinsula
Blick von der Forrest Hill Road/East Coast Road auf den Hauraki Gulf und die Coromandel Peninsula

Besonders anstrengend wurde die Route, nachdem ich die Vororte Aucklands hinter mir gelassen hatte und die Straße nach Northcross in eine Landstraße überging. Diese verlief parallel zur Autobahn, für deren Bau wohl alle Hügel begradigt wurden. Nicht so auf meiner East Coast Road. Mit etlichen Kilometern in den Beinen war die schon eine ganz schöne Herausforderung und es ist nicht auszuschließen, dass ich möglicherweise hier und dort mal schieben musste.

Pünktlich zum Feierabend kam ich nach über 60 Kilometern bei Bene’s Baustelle im Industriegebiet von Silverdale an. Dort luden wir mein Fahrrad ins Auto und verbrachten die Nacht im nahe gelegenen Orewa.

Die Nacht bricht herein am Strand von Orewa
Die Nacht bricht herein am Strand von Orewa
Sonnenuntergang am Strand von Orewa
Sonnenuntergang am Strand von Orewa.
Verarscht! Orewa liegt an der Ostküste und die Sonne geht bekanntlich im Westen unter. Das hier ist natürlich der Sonnenaufgang am nächsten Morgen! Ein Sonnenuntergang hätte aber besser in die Geschichte gepasst.

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