Parkrun

Alles hat damit angefangen, dass ich einmal über die Auckland Harbour Bridge gehen wollte. Diese ist bekanntermaßen eine Autobahnbrücke und somit für Fußgänger gesperrt. Als einzige Möglichkeit bleibt da am Auckland Marathon teilzunehmen, wofür eine Fahrspur abgesperrt wird. Folglich haben wir im Oktober letzten Jahres am Auckland Marathon 2019 teilgenommen, sind aber nur die elf Kilometer lange Traverse gegangen, die kürzeste Strecke, die über die Brücke führt (Hier geht’s zum Bericht).

Angespornt vom Hype des Marathontags, beschloss ich, in der darauffolgenden Woche testweise mit dem Laufen anzufangen. Ich lud mir eine App für Anfänger herunter, in welcher man in einer post-apokalyptischen Welt vor Zombies weglaufen muss: 30 Sekunden rennen, eine Minute gehen, 30 Sekunden rennen, eine Minute gehen. Nach dem 8-Wochen-Programm, bei dem drei Trainingseinheiten pro Woche anstehen, soll man in der Lage sein fünf Kilometer zu rennen.

Eine Bekannte vom German Breakfast erzählte mir eines Tages vom Parkrun. Das ist eine wöchentlich stattfindende, kostenlose Veranstaltung, wo sich Laufbegeisterte am Samstagmorgen treffen, um im Park zusammen zu rennen. Dabei wird die Zeit gemessen und mit den anderen Teilnehmern verglichen. War man oft genug dabei, gibt’s zur Belohnung ein T-Shirt!

Nachdem ich noch ein paar Wochen an meine Anfänger-App drangehängt hatte und mich bereit fühlte, mich in einen 5-Kilometer-Run mit anderen Läufern zu messen, gingen Bene und ich am 8. Februar 2020 zum ersten Mal zu einem Parkrun.

Die Veranstaltung ist Teil eines globalen Netzwerks. Bei uns ist der nächste im Barry Curtis Park in Flat Bush, wo wir früher gewohnt haben. In Auckland gibt es aber insgesamt fünf Stück und in ganz Neuseeland 30 Stück. Auch in Deutschland finden in vielen Städten Parkruns statt, zum Beispiel in Würzburg, Karlsruhe, Stuttgart und Esslingen.

Wegen kleinerer Schwierigkeiten in der Weltpolitik fand der Parkrun nun schon seit Längerem nicht mehr statt. Scheinbar war es sehr schwierig, das internationale Komitee dazu zu überreden, dass Neuseeland wieder sicher ist, sodass erst heute der erste Parkrun nach dem Lockdown stattgefunden hat. Neuseeland ist somit das erste Land, in dem die Parkruns wieder angefangen haben. Nach dem vielen Training während des Lockdowns habe ich heute sogar meine persönliche Bestzeit erreicht: 30 Minuten, 50 Sekunden.

Unabhängig vom Parkrun trainiere ich unter der Woche inzwischen mit der Fortgeschrittenen-Lauf-App. Letzte Woche bin damit das erste Mal 15 Kilometer gerannt. Ich würde sagen, ich bin schon ganz gut dabei. Bis zum diesjährigen Marathon, wo wir uns für den 21-Kilometer langen Halbmarathon angemeldet haben, sind es nur noch vier Monate und diesmal wird das nicht nur als langer Spaziergang genutzt!

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