Mangemangeroa Valley Walkway

Nachdem das Winterwetter es bisher mit uns gut meinte, wird es doch langsam zunehmend schlechter. Die ganze Woche über war es schon recht unbeständig. Die Krönung war dann Schüttregen mit haselnussgroßen Hagelkörnern am Freitagabend. Als am Samstag die Wolkendecke endlich wieder aufriss, mussten wir einfach raus in die Natur!

Am Parkplatz vom Mangemangeroa Valley Walkway sind wir schon öfter vorbei gefahren. Er liegt am Ortsrand von Howick, einem östlichen Vorort von Auckland, und somit auf dem Weg zu unseren Freunden.

Anfangs führt der Weg durch einen kleinen Wald. Dort haben wir ein besonders schönes Exemplar eines Silver Ferns entdeckt. Von oben sieht der Silberfarn genauso aus wie jeder andere Farn. Während andere Farnsorten auch auf der Unterseite grün sind, ist der Silver Fern unten jedoch schneeweiß, um nicht zu sagen silbern. Ich habe mal einen Zweig umgedreht, um das zu verdeutlichen. Der Silver Fern ist die Nationalpflanze Neuseelands und kommt in vielen Logos und Symbolen vor. Am bekanntesten ist wohl das Logo der All Blacks, der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft.

Nach dem Abstieg über eine steile Treppe gelangt man auf Meereshöhe. Anfangs wird das Meer durch Bewuchs von Mangroven verdeckt. Als die Sicht frei wurde, fand sich aber auch nur Watt wieder. Bei Flut ist es sicher noch ein bisschen idyllischer.

Einen Vorteil hatte die Ebbe aber doch. Sie lockte eine Vielzahl an Kingfishern an. Der Götzenliest gehört zur Familie der Eisvögel. Während er in Australien als Zugvogel lebt, bleibt er in Neuseeland als Standvogel ganzjährig am gleichen Ort.

Nach etwa einer Stunde kamen wir am Meer an und genossen den Blick auf den Hauraki Gulf. Die Segelschiffe parken hier nur. Boote, die an Bojen anlegen, gibt es rund um Auckland an jeder Ecke. Ein Anlegeplatz in einer Marina ist in der City of Sails ja auch beinahe unbezahlbar.

Auf dem Rückweg erinnerten uns die Blätter einer Kapuzinerkresse an das Unwetter der vergangenen Nacht.

Da können wir wirklich froh sein, dass uns der Wettergott diesen Winter gnädig gestimmt ist. Und schaut man auf den Kalender, müsste das Schlimmste eigentlich auch schon vorbei sein.

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