Puzzling World in Wanaka

Nachdem wir schon in Queenstown waren und die Wettervorhersage nicht wirklich berauschend war, beschlossen wir zum Puzzling World in Wanaka zu fahren. Zudem war der Eintritt auf BookMe von 22,50 NZD auf 13,50 NZD pro Person heruntergesetzt.

Um ehrlich zu sein, habe ich nicht viel erwartet. Ich dachte, das wäre nur was für Kinder und wir seien viel zu alt dafür. Aber Bene wollte unbedingt hin. Zum Glück! Wir wurden nämlich recht schnell eines Besseren belehrt!

Puzzling World

Das erste Highlight des Puzzling Worlds ist der „Schiefe Turm von Wanaka“ direkt vor dem Museum. Er folgt dem Beispiel des Schiefen Turms von Pisa, nur, dass er noch viel schiefer ist. Besonders unterhaltsam wird er, wenn gerade ein Bus Asiaten angekommen ist. Die sind echt kreativ im Positionieren und alberne Fotos knipsen! Zu beachten ist auch, dass die Uhr am Turm anders herumgeht. Die Bayern unter uns sollten damit aber wohl keine Schwierigkeiten haben.

Puzzling World - The Leaning Tower of Wanaka

The Leaning Tower of Wanaka

Im Puzzling World erwarteten uns eine Vielzahl an Hologrammen, optische Täuschungen und anderen Illusionen. Hier eine kleine Auswahl aus der SculptIllusion Gallery:

Puzzling World - Nur eine Vase oder zwei Gesichter?

Nur eine Vase oder zwei Gesichter?

Puzzling World - Nur ein paar Säulen oder eine Reihe Männer?

Nur ein paar Säulen oder eine Reihe Männer?

Puzzling World - Bin ich wirklich über das Geländer geklettert?

Bin ich wirklich über das Geländer geklettert?

Puzzling World - Oder nur hineingelaufen?

Oder nur hineingelaufen?

Puzzling World - Der Wasserhahn schwebt in der Luft. Doch wo kommt dann das viele Wasser her?

Der Wasserhahn schwebt in der Luft. Doch wo kommt dann das viele Wasser her?

Eine weitere Attraktion des Puzzling Worlds ist der achteckige Raum der Gesichter. Jede Wand zeigt das Gesicht einer anderen bekannten Persönlichkeit der Geschichte in vielfacher Ausführung: Albert Einstein, Mutter Theresa, Nelson Mandela etc.  Das Faszinierende daran ist, dass, egal wo im Raum man steht, es schauen einen immer alle Gesichter an. Läuft man ein paar Schritte weiter, folgen einem die Blicke! Man fühlt sich ziemlich schnell ziemlich beobachtet! Ein etwas beklemmendes Gefühl überkommt einen. Schnell weiter!

Puzzling World - Albert Einstein in der "Hall of Following Faces"

Albert Einstein in der „Hall of Following Faces“

Der bei Weitem imposanteste Raum ist der Tilted Room. In diesem Zimmer hat der Boden eine Steigung von 15 Grad. Der Clou jedoch ist, dass die Wände nicht senkrecht sind, sondern 90 Grad zum schiefen Boden!

Dadurch, dass das Auge keine anderen Referenzpunkte hat, denkt man, der Raum wäre ganz normal, aber es geht den Berg hoch. Mehrere Einrichtungsgegenstände machen den Raum noch bizarrer: Ein Billardtisch, bei dem die Kugel scheinbar den Berg hoch rollt. Ebenso fließt das Wasser im Brunnen den Berg hinauf.

Obwohl man von der Steigung des Bodens und den schiefen Wänden weiß, kann der Körper mit der ungewohnten Situation nicht umgehen. Man denkt, man sei cleverer als diese einfache Täuschung. Doch so sehr man es auch versucht, man verliert das Gleichgewicht und eiert nur so durch den Raum. Es ist einfach zum verrückt werden!

Puzzling World - Wie kann es sein, dass das Wasser den Berg hinauf fließt?

Wie kann es sein, dass das Wasser den Berg hinauf fließt?

Puzzling World - Bene kämpft mit dem Gleichgewicht im "Tilted Room"

Bene kämpft mit dem Gleichgewicht im „Tilted Room“

Am Ende des Rundgangs landet man im Puzzle Café. Das Wort „Puzzle“ ist dabei etwas irreführend. Im Deutschen verwenden wir das Wort „Puzzle“ nur für eine bestimmte Art von Puzzles, nämlich die mit einem Bild drauf, welches in viele Teile geschnitten worden. Dieser Typ von Puzzles nennt man im englischen Jigsaw Puzzle. „Puzzle“ an sich ist ein Überbegriff für allerlei Knobelspiele oder auch generell Dinge, die einen ins Grübeln bringen.

So fanden sich im Puzzle Café keine 1000 Teile Puzzle auf den Tischen, sondern eine Vielzahl an Knobelspielen aus Holz und Metall. Mein Favorit war ein Legespiel mit einem guten Duzend Teilen, die aussahen, als seinen sie aus Tetris ausgebrochen (ähnlich dem in der Amazon-Werbung unter diesem Paragraph). Sie sollten so in einem Rahmen angeordnet werden, dass alle Teile hineinpassen und der komplette Rahmen ausgefüllt ist. Angeblich soll es unendlich viele Möglichkeiten geben, diese Aufgabe zu lösen. Nach etwa zwanzig Minuten bin ich immer hin auf eine gekommen und war ganz stolz auf mich!

Nach unserem längeren Aufenthalt im Puzzle Café machte ich mich zu den Toiletten auf. Selbstverständlich sind auch diese im Puzzling World nicht einfach nur Toiletten. Als ich auf den Raum zuging und schon erste Blicke hineinwerfen konnte, dachte ich mir ungläubig: „Und da soll ich jetzt hineinmachen? Mit all den Leuten in diesem offenen Raum?“

Bei näherem Hinsehen sind die römischen Toiletten natürlich auch nur eine Illusion. Und zu meiner Erleichterung ging seitlich eine Tür zu modernen, westlichen Toiletten einzelnen Kabinen und mit Wasserspülung.

Puzzling World - Römische Toiletten

Als letzten Stopp im Puzzling World haben wir uns das Great Maze aufgehoben. Am Anfang denkt man sich noch so: „Was für ein Kinderkram!“ Schnell wird jedoch klar, dass das große Labyrinth alles andere als das ist.

Das Great Maze in Wanaka ist das erste Super Maze der Welt. Ein Super Maze ist im Prinzip wie ein normales Labyrinth mit verschlungenen Gängen und Wegen. Zusätzlich gibt es aber Brücken und Tunnel, die es zu einem 3D Labyrinth machen. Taktiken, wie immer nur links gehen, funktionieren da nicht.

Ziel ist es übrigens, die vier verschiedenfarbigen Türme in den Ecken zu erreichen und dann wieder zum Ausgang zurückzufinden. Der Eingang ist sehr nah am gelben Turm, an welchem man aber – ganz nach der Ironie des Erschaffers – natürlich als Letztes vorbeikommt. Die Holzwände sind so hoch, dass man nicht darüber schauen kann. Nur, wenn man sich auf den Treppen und Brücken befindet, kann man einen Blick auf den Grundriss werfen. Das hilft aber normalerweise auch nicht. So schlau war der Erschaffer schon!

Eine gute Dreiviertelstunde haben wir im Labyrinth verbracht und lagen damit gut im Mittelfeld. Die durchschnittliche Zeit für Erwachsene war mit 30 bis 60 Minuten angegeben. Angeblich sollen die meisten Leute drei bis fünf Kilometer zurücklegen, während sie sich den Weg durch die 1,5 Kilometer an Gängen bahnen. Wem das nicht reicht, der kann die Schwierigkeitsstufe noch erhöhen und die Türme in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen. Den Gelben natürlich als erstes!

Puzzling World - The Great Maze

Puzzling World - The Great Maze

Anfangs hatte ich mir von Puzzling World nicht viel erwartet. Ich dachte, das wäre nur was für Kinder und wir seien viel zu alt dafür. Aber ich muss sagen, wir wurden wirklich überrascht, wie interessant das Museum ist und wielange wir uns mit den Knobelspielen und im Labyrinth beschäftigen konnten. Ideal für einen nicht ganz so schönen Tag!

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2 Comments

    • Isabel von SnoopyA Isabel von SnoopyA

      Nicht nur dort, Stephan. Warst du zum Beispiel schon mal in Nürmberg im „Turm der Sinne“? Da kann man ähnliche Erfahrungen machen. Nur nicht ganz so groß und ohne Labyrinth. Aber defiinitiv einen Ausflug wert!

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