Osterwochenende in Rotorua

Angefangen hat unser Osterwochenende mit dem Aorangi Peak. Die meisten Leute nehmen die vollkommen überteuerte Seilbahn, um zur Bergstation zu kommen. Diese liegt aber keines Falls auf dem Gipfel des Bergs. Zu diesem führt nämlich eine bis zur Hälfte der Strecke frei befahrbare Straße. Vom Ende der Straße muss man nur noch ein kurzes Stück laufen, um einen deutlich besseren Ausblick auf den See zu haben.

Rotorua - Blick vom Aorangi Peak auf den Lake Rotorua

Blick vom Aorangi Peak auf den Lake Rotorua

 

Rotorua Museum in den Government Gardens

Rotorua Museum in den Government Gardens

 

Während eines Stadtspaziergangs erfuhren wir vom Schokoladenfestival, welches an diesem Wochenende in der Stadt stattfand. Also machten wir uns am Ostersonntagmorgen auf zur Ostereiersuche.

Am Aktionszelt holten wir ein Formular ab. Darauf waren neun Hinweise, wo im Park die Holzeier versteckt sind. Jedes Ei hatte einen Buchstaben und am Ende erhält man ein Lösungswort. Da wir im Kuirau Park fremd waren, taten wir uns anfangs schwer. Es waren auch noch nicht allzu viele Familien unterwegs, denen wir hätten nachlaufen können. Mit den kleinen Fotos am Rand kamen wir aber zurecht. Ich ging davon aus, dass man ab einem bestimmten Punkt, das Wort auch erraten können müsste. Dem war aber nicht so. Es war ein Maori-Wort: TIAKARETE. Freundlicherweise erklärte eine Frau ihrem Sohn bei der Abgabestelle, dass das das Wort für Schokolade sei. Da hätte man ja auch wirklich selbst drauf kommen können! Zur Belohnung gab es ein Schoko-Osterei und ein Ausmalbildchen.

Ostereiersuche im Kuirau Park

Ostereiersuche im Kuirau Park

 

Nightlights in den Redwoods

Am Abend machten wir uns auf zum Redwood Forest. Früher waren wir auch schon einmal bei Tageslicht dort, was auch durchaus seinen Reiz hat. Diesmal wollten wir aber die neuen Nightlights sehen.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde am Besucherzentrum nämlich ein Baumwipfelpfad aufgebaut, der Treewalk. Tagsüber kann man so von oben sehen, was man bisher nur von unten sehen konnte: Mammutbäume! Dafür verlangen die Betreiber 25 Dollar. Meines Erachtens viel zu viel, bedenkt man, dass auf den Wegen am Boden unter dem Pfad zu laufen, gratis ist.

Deutlich interessanter sind hingegen die zum Baumwipfelpad gehörenden Designer Lampen. Sie beleuchten den Wald in einer fantastischen, gar mystischen Weise!

Nightlights am Treewalk in den Redwoods

Nightlights am Treewalk in den Redwoods

Nightlights am Treewalk in den Redwoods

Trotz des hohen Eintrittpreises wartete am Abend eine lange Schlange vor dem Aufstieg zum Baumwipfelpfad. Der Wärter ließ immer einen Abstand von 30 Sekunden zwischen den Gästen, damit es oben nicht so ein Gedränge gibt. Wir entschieden uns für die Gratis-Variante und stapften im Dunkeln über den Waldboden. Wenig überraschend begegneten uns etliche andere Sparbrötchen.

 

Rainbow Mountain

Eine knappe halbe Stunde südlich von Rotorua befindet sich der Rainbow Mountain. Ein Vulkan, der durchaus noch aktiv ist. Aus einigen Ritzen rauchte und dampfte es heraus. Der Kratersee am Fuße des Bergs schimmerte türkisblau.

Rainbow Mountain

Rainbow Mountain

Nach anderthalb Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel (743 m), welcher mit einem tollen Rundumblick für die Strapazen entlohnt. Zur Enttäuschung eines anderen Wanderers, welcher uns von seinem zehn Kilogramm schweren Kamera-Equipment erzählte, war die Sicht in die Ferne etwas diesig. Wir fanden sie dennoch grandios. Nur die unzähligen Flugameisen trübten unser Gipfelerlebnis.

Rainbow Mountain

Rainbow Mountain

 

Polynesian Spa

Nach der Anstrengung der letzten Wochen entschieden wir uns, ins Polynesian Spa zu gehen. Das Thermalbad verfügt über 28 Becken, welche in verschiedene Zonen aufgeteilt sind. Neben dem Familienbereich gibt es auch einen adults only-Bereich, in dem keine Kinder zugelassen sind. Ideal für uns.

Für die sieben Becken der Adult Pools bezahlten wir 30 NZD p.P. Dafür darf man so lange bleiben, wie man will. Die Pools liegen alle im Außenbereich mit tollem Blick auf den See. Einige sind überdacht, was bei der prallen Mittagssonne durchaus entgegen kommt.

Das Wasser der Thermalbecken wird aus zwei Quellen gespeist, welche stark schwefelhaltig sind. An den Geruch hatten wir uns nach mehreren Tagen in der Stadt aber zum Glück schon gewöhnt. Wassertemperaturen reichen von 38 bis 42 Grad Celsius. Eine Wohltat!

Polynesian Spa

Polynesian Spa

 

 

Hell’s Gate Geothermal Walk

Mehr geothermale Aktivitäten gibt es im Hell’s Gate zu sehen. Hier blubbert es und brodelt es überall. Dazu Dampf und Schwefelgeruch, so wie sich das gehört. Im angrenzenden Spa konnte man im Heil-Schlamm baden. Das verkniffen wir uns jedoch. Zu Beginn des Rundwegs durfte man die Füße in den heißen Schlamm strecken, das reichte voll und ganz.

Auch hier lohnt wieder einmal der Blick auf bookme.co.nz, wo wir den Eintritt für 21 Dollar statt 35 Dollar ergatterten.

Um etwas Maori-Kultur in das ganze Erlebnis zu bringen, konnte man am Ende des einstündigen Rundgangs eine traditionelle Schnitzerei anfertigen. Bene’s Motiv hieß ponga, eine Farnblatt, welches für Treue steht.

Hell's Gate Geothermal Walk

Hell's Gate Geothermal Walk

Hell's Gate Geothermal Walk  Hell's Gate Geothermal Walk

Trotz des tollen Wetters merkte man nachts im Campervan inzwischen doch, dass es nicht mehr Sommer, sondern inzwischen Herbst geworden ist. Dennoch, wie immer eine schöne und erlebnisreiche Reise! Leider, auch wie immer, zu kurz und wenig erholsam!

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