King of the Strait

Leider wurde unser Training letzte Woche wetterbedingt abgesagt und auch gestern, am Samstag konnten wir es dank Regen nicht nachholen. Dadurch nahmen wir heute erneut ohne vorheriges Training an der Regatta teil.

Diesmal war es die „King of the Strait“-Serie. Dabei ist von der Tamaki Strait die Rede, welche zwischen der Nordinsel und Waiheke Island verläuft.Der Startpunkt lag deutlich weiter von unserem Basislager in der Half Moon Bay entfernt, grob gesagt, zwischen dem Eastern Beach und Pine Harbour. Wegen des wenigen Winds blieb uns nichts anderes übrig, als den Motor anzuschmeißen, sonst hätten wir es nicht rechtzeitig zur Startlinie geschafft.

Die milde Brise stellte sich durchaus vorteilhaft heraus, da wir dadurch das Setzen des Spinnakers vor dem Start der Regatta sogar noch dreimal üben konnten.

Am Start angekommen wuselte es vor anderen Segeljachten – beinahe noch mehr als beim letzten Mal. Diesmal waren es sogar vier Divisionen. Wir waren in der Dritten. Ich finde das rein mental eigentlich ganz nett, weil dann noch jemand hinter einem ist – zumindest am Anfang.

Im Gegensatz zur ersten Regatta gelang uns der Start ganz ordentlich und wir nahmen schnell Fahrt auf. Ich war heute als Steuermann eingeteilt worden, was besonders aufregend ist, da dieser auch den anderen Kommandos gibt.

Zuerst ging es windward, also genau auf den Wind zu. Da das auf direktem Weg physikalisch unmöglich ist, kreuzten wir unseren Weg zur Boje und stellten uns dabei gar nicht so dumm an. An der Boje eine Halse und leeward, also mit dem Wind. Das geht am besten mit dem Spinnaker. Dank vorherigem Üben gelang uns das Setzen desselben sogar in angemessener Zeit!

Hauptsegel (weiß) zur Linken und Spinnaker (grün) zur Rechten. Vorsegel (weiß) liegt auf dem Bug bereit, gehisst zu werden.

„König der Meeresstraße“ sind wir zwar nicht geworden, aber Letzter auch nicht! Ganze zwei Boote sind noch nach uns über die Ziellinie gefahren, die auch tatsächlich zu unserer Division gehörten.

Nach Miteinberechnung des Handycaps sind wir zum Schluss sogar Erster geworden!* Ist das zu Glauben? Dank unseres Zwergen-Boots haben wir einen dermaßen niedrigen Wert, der uns direkt ans obere Ende der Liste katapultierte. Was für ein Erfolg nach dem anfänglichen Desaster vor zwei Wochen!

Hier geht’s zu den offiziellen Ergebnissen.

* „King of the Strait“ sind wir trotzdem nicht, da die Serie aus vier Rennen besteht. Das war das Erste. Beim Zweiten am Nachmittag sind wir Siebter von zwölf geworden und bei den letzten Beiden werden wir nicht antreten.

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