Isthmus Peak

Der Parkplatz am Anfang des Wanderwegs zum Isthmus Peak liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Wanaka am Ufer des Lake Hāwea. Er befindet sich auf 348 Meter über dem Meeresspiegel. Bis zum Gipfel des 1.385 Meter hohen Mount Isthmus standen uns demnach mehr als 1.000 Höhenmeter bevor!

Der Wanderweg startete in einer Landschaft, die von saftigen Weiden geprägt war. Die übermäßig hohen Zäune mit engen Maschen ließen es uns schon vermuten und von weiter oben konnten wir sie auch in der Ferne sehen: Hirsche!

Nach einer Dreiviertelstunde ging der bisher einigermaßen flache Weg in ein steileres Stück über, welches bis zum Gipfel nicht mehr aufhören sollte. Die Vegetation beschränkte sich auf niedrige Grasbüschel. Das Tussockgras ist sehr typisch für die Regionen Otago und Canterbury.

Nach zweieinhalb Stunden stetigem Anstieg erreichten wir die Spitze, die wir die ganze Zeit für den Gipfel hielten. Mit Ernüchterung mussten wir feststellen, dass es nicht der Gipfel war. Der war noch in weiter Ferne. Jedoch kamen wir langsam zur Schneegrenze. Sonderlich viel Schnee lag allerdings nicht. Jedenfalls deutlich weniger als auf dem 1.748 Meter hohen Ben Lommond, den wir nur wenige Tage zuvor bestiegen hatten.

Auf dem 1.385 Meter hohen Gipfel angekommen – es war mehr ein Hochplateau als ein klassischer Gipfel – blickten wir zum ersten Mal auch auf die andere Seite der Bergkette. Hatte uns Lake Hāwea den ganze Ansteig lang begleitet, konnten wir nun auch auf seinen Nachbarn Lake Wanaka schauen. Der Ausblick ist einfach der Wahnsinn! Man kann es gar nicht begreifen! Schneebedeckte Berge durchzogen von malerischen Seen – und das, soweit das Auge reicht!

Es ist unglaublich, wie man in Neuseeland einfach mal so auf einen über 1.000 Meter hohen Berg laufen kann! Der Wanderweg auf den Isthmus Peak ist übrigens ein Feldweg, der auch von Farmern mit ihren Quads und Motorrädern befahren wird. Dadurch ist er nicht so schmal und abenteuerlich, wie manch andere Wege, die wir schon gegangen sind. Zudem geht es auf dem Mount Isthmus erheblich ruhiger zu als auf dem deutlich bekannteren Roy’s Peak. Jedoch ist auch der Weg zum Isthmus Peak schon lange kein Geheimtipp mehr. Wenn es wo so schön ist wie hier, spricht sich das eben schnell herum!

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