Coronet Peak vs. The Remarkables

Bisher waren wir in Neuseeland meist nur auf der Nordinsel Skifahren. Die beiden größten Skigebiete dort sind Whakapapa und Turoa, welche beide auf Mount Ruapehu im Tongariro Nationalpark liegen.

Skigebiet Whakapapa mit Mt. Ngauruhoe im Hintergrund

Skigebiet Whakapapa mit Mt. Ngauruhoe im Hintergrund

Immer wieder wurde uns erzählt, dass das Skifahren auf der Südinsel viel besser sei. Also sind wir in diesem Winter erneut in den Süden geflogen, um uns die angeblich besten Skigebiete anzuschauen.

Rund um Queenstown liegen zwei Skigebiete Coronet Peak und The Remarkables. Da die beiden Skigebiete zusammengehören, kann die Mehrtagskarte in beiden Skigebieten genutzt werden. Statt 120 Dollar für die Tageskarte zahlten wir so nur 288 Dollar für vier Tage, die wir frei zwischen den beiden Skigebieten aufteilen konnten.

Zusätzlich zu Coronet Peak und The Remarkables gibt es noch Cardrona, das größte Skigebiet der Südinsel. Es liegt auf der Crown Range auf halbem Weg zwischen Queenstown und Wanaka. Ebenfalls in vergleichbarer Größe zu diesen Dreien ist Treble Cone, welches 25 Kilometer außerhalb Wanakas liegt.

Coronet Peak

Das Skigebiet Coronet Peak liegt ungefähr 25 Minuten nördlich von Queenstown. Selbst wenn kein Schnee auf der Straße liegt, ist das Mitführen von Schneeketten Pflicht. Die „Talstation“ liegt immerhin auf 1.200 Metern und bietet einen tollen Blick ins Tal.

Coronet Peak - Blick ins Tal

Coronet Peak – Blick ins Tal

Das Skigebiet selbst besteht aus drei Sesselliften, darunter zwei Vierer- und ein Sechserlift. Nur einer der drei Sessellifte hat Fußrasten. Ich weiß nicht, wie wichtig das für Skifahrer ist, aber als Snowboarder wird ein Lift ohne Fußrasten sehr schnell sehr anstrengend. Regelmäßig ist mir der Fuß eingeschlafen, bevor wir auf 1.650 Metern angekommen sind. Das Praktische an Coronet Peak ist, dass der Lift mit den Fußrasten nicht der Hauptlift in der Mitte ist, sondern der Linke. Dieser ist weniger gut besucht und schon allein deswegen die beste Wahl.

Zudem gibt es einen Schlepplift und mehrere Förderbänder für die Kleinen. Insgesamt ist Coronet Peak stark auf Anfänger eingestellt. Es gibt sehr viele blaue und sogar grüne Pisten. Grüne Pisten sind übrigens so flach, dass man gar keine Kurve fahren kann. Die Anfänger versuchen es aber ohnehin.

Coronet Peak - Beleuchtete Pisten zum Nachtskifahren

Coronet Peak – Beleuchtete Pisten zum Nachtskifahren

Wer am Abend noch Geld und Energie übrig hat, kann Mittwochs, Freitags und Samstags noch zum Nachtskifahren zum Coronet Peak. Die beleuchteten Pisten sind sogar von Queenstowns aus noch zu sehen.

The Remarkables

The Remarkables, zu deutsch die Bemerkenswerten, liegen 35 Minuten südöstlich von Queenstown. Die Straße zum Skigebiet ist deutlich sehenswerter. Einige Aussichtspunkte liegen auf dem Weg. Auch hier ist das Mitführen von Schneeketten Pflicht.

The Remarkables - Aussichtspunkt an der Zufahrtsstraße

The Remarkables – Aussichtspunkt an der Zufahrtsstraße

Auf 1.600 Metern angekommen erwarten einen in den Remarkables vier Sessellifte. Einer davon ist aber nur die kurze Version des Hauptlifts. Also effektiv auch nur drei Lifte.

Der Hauptlift ist der Einzige mit Fußrasten, bedient aber auch die besten Pisten. Über den linken Lift gelangt man zum ausgesprochen großen Funpark mit Rampen und Schanzen in allen Formen und Größen. Wer also gerne Sprünge macht, ist hier definitiv richtig. Der rechte Lift bringt einen zum Aussichtspunkt über Queenstown. Man muss dafür aber noch ein Stück weiter hochlaufen. Lohnt sich aber!

The Remarkables - Aussichtspunkt auf dem Gipfel

The Remarkables – Aussichtspunkt auf dem Gipfel

Der Hauptlift bringt einen übrigens nicht nur auf 1.950 Meter, von wo aus man einen tollen Blick über das Skigebiet hat. Sondern man kommt so auch zur Ice Bar, bei der es leckeren Glühwein (engl. Mulled Wine) gibt. Und das ganz ohne den Trubel des Restaurants in der Talstation. Dafür aber auch im Pappbecher und nicht im Teeglas.

The Remarkables - Blick über das Skigebiet

The Remarkables – Blick über das Skigebiet

The Remarkables - Ice Bar auf dem Berg

The Remarkables – Ice Bar auf dem Berg

The Remarkables - Glühwein auf dem Gipfel

The Remarkables – Glühwein auf dem Gipfel

Alles in allem sind beide Skigebiete vergleichbar. Beide haben effektiv drei Sessellifte, von denen nur einer Fußrasten hat. Coronet Peak ist besser für Anfänger und The Remarkables hat einen deutlich größeren Funpark.

Da beides für mich nicht wichtig ist, fällt mein Urteil dank der landschaftlichen Lage auf The Remarkables. Es liegt in einem Kessel, sodass man viel mehr Schnee zu sehen bekommt und es sich so eher anfühlt wie in den europäischen Alpen. Zudem ist der Aussichtspunkt mit Blick auf den Lake Wakatipu unschlagbar!

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