Lichterfest zu Matariki

Wie schon in meinem Beitrag über den Winteranfang beschrieben, wird das Neujahrsfest der Maori als Matariki bezeichnet.

Da die Maori vor dem Eintreffen der Briten keinen Kalender hatten, nutzten sie die Sterne, um die Wintersonnenwende zu bestimmen. Um diese Zeit im Jahr zeigt sich nach langer Pause endlich das Sternbild Matariki oder auch die Plejaden wieder. Die Bestimmung der Wintersonnenwende wurde zur Festlegung der Aussaat verwendet und stellt den Anfang des neuen Jahres dar.

Wann ist eigentlich Winteranfang?

Matariki fällt nicht auf einen bestimmten Tag, sondern wird über einen längeren Zeitraum gefeiert. So fanden in Auckland, welches in der maorischen Sprache Tamaki genannt wird, zwischen dem 30. Juni und dem 22. Juli etliche Veranstaltungen statt.

Te Ara Rama Matariki Light Trail

Am Samstag besuchten wir eine Veranstaltung in Glen Innes, einem der östlichen Stadtteile Aucklands. Im architektonisch beeindruckenden Gemeindehaus wurden gerade traditionelle Tänze aufgeführt. Es war dabei so voll, dass selbst an den Türen nur noch ein kurzer Blick durch die Mengen zu erhaschen war. Im Foyer des Gebäudes zeigte ein Mann traditionelle Flechttechniken und Frauen formten aus einem braunen Teig Kugeln. Uns erschloss sich jedoch leider nicht, ob es sich dabei um etwas Essbares oder um Erde handelte.

 

Hinter dem Gemeindehaus schloss sich ein Park an. Im Maybury Reserve, wie der Park offiziell heißt, waren viele bunte Lichter und Lichtschläuche aufgebaut, darunter typische Maorimotive, aber auch gewöhnlichere Darstellungen.

Vector Lights on Auckland Harbour Bridge

Die 90.000 LED-Lampen an der Harbour Bridge wurden erst Ende 2017 installiert. Als wir sie dann am Auckland Anniversary im Januar das erste Mal gesehen haben, saßen wir im Regen am Westhaven und schauten uns die beeindruckende Show an. Im Radio oder wahlweise über einen online Livestream wurde die dazu passende Musik übertragen.

Harbour Bridge Lights

Leider ist die zehn Millionen Dollar teure Lichtanlage nicht dauerhaft in Betrieb, sondern wird nur zu besonderen Anlässen eingeschaltet. So auch zum maorischen Neujahrsfest Matariki.

Angeblich sollten die Lichter auf der Harbour Bridge diesmal die Geschichte des Maorivorfahren Maki erzählen, welcher sich um 1600 in den Waitakeres angesiedelt haben soll. Uns viel es jedoch schwer, in die bunten Lichter irgendeine Geschichte hineinzuinterpretieren. Schön anzusehen war es aber allemal.

Ein anschließender Abend in der Stadt samt Cocktailbar und Dessertrestaurant war mal wieder eine gute Abwechslung zum winterlichen Alltag.

 

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