Feijoazeit

Jetzt kann man es langsam wirklich nicht mehr leugnen: der Sommer neigt sich dem Ende zu. Wenn der Herbst schließlich Einzug gebietet, wird das Wetter kälter, näßer und grauer. Wir stellen die Uhr um und es wird schon um 18 Uhr dunkel. Ein Gutes hat der Herbstanfang dann aber doch: Es ist Feijoazeit!

Die Feijoa (sprich „Fe-tscho-a“) oder auch brasilianische Guave genannt, ist die Frucht eines Myrtengewächs welche in Neuseeland sehr beliebt ist. Neuseeland ist neben Sizilien und Aserbaidschan eines der wenigen Länder, in dem sie kommerziell angebaut wird. Feijoas sind schnell verderblich und lassen sich deswegen schlecht exportieren, sodass sie in Europa nur wenig Bekanntheit haben.

Die Frucht ist etwa so groß wie eine Limette und bildet sich aus dem Stängel der Blüte. Am Ende kann man noch die Überreste der Feijoablüte erkennen. Die roten faserigen Blüten ähneln der eines Pohutukawa Baums, dem neuseeländischen Weihnachtsbaum.

Feijoabaum im Garten

Unser Bäumchen ist noch recht klein und dementsprechend auch die Früchte. An sich kann ein Feijoabaum bis zu vier Meter groß werden. Da sich das nicht mit unserem Garten vereinbaren lässt, haben wir beschlossen, das Bäumchen im Topf zu lassen, damit er nicht so groß wird.

Aufgeschnittene Feijoa

Wenn die dann endlich reif sind – wir haben noch keine geerntet, aber die Läden sind schon voll davon – schmecken Feijoas übrigens wie eine Mischung aus Apfel, Zitrone und Zucchini, aber doch irgendwie unbeschreiblich, aber sehr intensiv. Sehr polarisierend. Ich mag sie nicht, aber Bene liebt sie. Man isst Feijoas wie eine Kiwi: Halbieren und dann auslöffeln. Manche essen sie aber auch ganz, also mit Schale, wie einen Apfel.

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