Air New Zealand Lounge

Nachdem Bene beruflich inzwischen sehr viel mehr fliegt als früher, hat er es vor zwei Wochen bei dem Vielfliegerprogramm der neuseeländischen Fluggesellschaft Air New Zealand auf den Gold-Status geschafft. Genau rechtzeitig für unsere nächste Auslandsreise!

Von der Air New Zealand Lounge hat man einen tollen Blick auf die Flugzeuge!

Gold member bei Air New Zealand zu sein bringt einige Vorteile. Es fängt damit an, dass Bene nun bei jedem Flug ein zusätzliches Gepäckstück kostenlos aufgeben darf. Ganz schön praktisch für uns Sparbrötchen! Wir hatten für unsere Reise ursprünglich nur einen Koffer für beide zusammen gebucht und so konnte nun doch jeder seinen eigenen haben.

Weiter geht es mit dem Priority Check-in. Anstatt wie alle anderen in der Schlange für den Check-in und die Gepäckaufgabe zu stehen, gingen wir zum Priority Check-in. Der befindet sich in einem separaten Raum, in dem kaum etwas los ist und die zahlreichen Mitarbeiter überfreundlich sind. Anschließend fuhren wir direkt von diesem Raum mit dem Aufzug einen Stock nach oben.

Dort landeten wir automatisch in einem Gang, der an allen anderen vorbei führte und ganz vorne an einem gesonderten Zollschalter endete. „By invitation only“ stand auf dem Schild. Also nur für besondere Gäste, wie uns. Erneut ohne warten und von überfreundlichen Mitarbeitern bedient, führte der Gang schließlich zur Handgepäckkontrolle. Hier gab es zwar keinen gesonderten Schalter für uns, aber als Vorderste in der Reihe kamen wir auch hier wieder ohne warten als Erstes dran.

Ohne Stress und ohne warten machten wir uns, nachdem das Pflichtprogramm nun abgeschlossen war, auf in die Air New Zealand Lounge. Als gold member darf Bene dort vor jedem Flug mit Air New Zealand oder einer Partnergesellschaft kostenlos rein (beispielsweise Lufthansa oder Singapore Airlines).

Am Eingang wiesen wir uns mit den Boarding Pässen aus. Bei mit leuchtete zwar „Zugang verweigert“ auf, aber die nette Dame lies mich trotzdem durch. Als gold member darf Bene nämlich einen Gast mitbringen. Wäre er elite member dürfte er sogar bis zu fünf Gäste in die Lounge mit nehmen!

In der Lounge erwarteten uns die unterschiedlichsten Sitzmöbel. Von Esszimmergarnitur bis Lümmel-Sofa war alles dabei. Wir entschieden uns für bequeme Sessel mit einem kleinen Beistelltischchen.

Erst einmal was zu Trinken holen. An der selbstverständlich kostenlosen Selbstbedienungs-Bar gab es Apfel- und Orangensaft sowie allerlei Limonaden und Cola. Unter der Theke, im verglasten Kühlschrank, stand neben verschiedensten Bieren und Weinen, Sekt bereit. Zur Feier des Tages einen Sekt-Orange (engl. Mimosa)! Kaffee muss man sich nicht aus dem Automaten lassen, den macht ein Barista für einen. Bestellt wird entweder direkt bei diesem oder bequem über die App auf dem Smartphone. Die schickt dann eine Nachricht, wenn der Kaffee fertig ist und abgeholt werden kann.

Weiter zum Büffet! Zum Frühstück gab es Müsli und Cerealien in allen Variationen, dazu Joghurt und frisches Obst. Die Pancake-Maschine lief auf vollen Touren und bei den warmen Sachen gab es Bacon mit Rührei, Baked Beans, Hash Browns (ähnlich zu Rösti) und French Toast. Selbstverständlich auch alles ohne Aufpreis.

Nachdem wir den ersten Gang gegessen hatten, war es gerade 10.30 Uhr. Das Frühstücksbüffet wurde abgeräumt und Mittagessen aufgetischt. Glück muss man haben! Also ging es weiter mit einer Käseplatte mit Blauschimmelkäse, Brie und Gouda sowie Kräckern. Dazu verschiedenen Wraps, Muffins und Kuchen. Bei den warmen Gerichten entdeckte ich japanisches Gemüse im Tempurateig und einen italienischen Linseneintopf. Lecker!

Mit kostenlosen WiFi ein bisschen auf dem Handy gespielt und nebenher bei zahllosen Steckdosen aufgeladen, sagte Bene: „Ich geh dann jetzt mal duschen!“ Verwundert schaute ich ihn an. Gibt es in der Air New Zealand Lounge doch tatsächlich auch noch Duschen! Und diese sind nicht etwa schäbige, enge Kabinen wie auf dem Campingplatz. Nein! Jede Kabine ist ihr eigenes Bad, das dem eines 5-Sterne-Hotels in nichts nachsteht. Geflieste Dusche mit Regenbrause, Designer-Toilette und Waschtisch mit Hocker, falls es beim Schminken mal etwas länger dauert. Shampoo, Handtuch und Föhn werden selbstverständlich gestellt.

Leider wurde irgendwann das Boarding durchgesagt und wir mussten wieder zu den normalen Leuten zurück. Eigentlich dürfte man als gold member auch zum Priority Boarding, also als erstes ins Flugzeug einsteigen. Der Sinn davon ergibt sich mir aber nicht. Das Flugzeug startet dadurch ja auch nicht früher und im engen Sitz sitze ich später noch lange genug. Gold member fliegen wohl normalerweise nicht Economy.

Ironischerweise hatten wir so billige Flugtickets gekauft, dass im Flugzeug selbst zwar alle anderen etwas zu Essen bekamen, wir aber nicht. Wir waren ja aber sowieso von der Lounge noch total vollgefressen!

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