3. Tag: Autokauf

Heute Morgen sind wir von den drei Zimmermädchen genervt worden. Die kommen frühs immer schon kurz nach 8 Uhr und da sind wir natürlich noch nicht unterwegs. Die letzten beiden Tage konnten wir sie abwimmeln, aber heute haben sie darauf bestanden die Bettdecken und Handtücher zu tauschen. Dass wir gerade am Frühstücken waren, hat sie nicht gestört. Noch nicht schlimm genug, fingen sie dann auch noch an uns voll zuquatschen, was wir alles noch besichtigen müssten. Mensch waren wir froh als wir wieder unsere Ruhe hatten.

Nach einer kleinen Probefahrt des Toyotas haben wir dann beschlossen den Nachmittag mal frei zu nehmen, um endlich Urlaub zu machen. Wir sind an die Mission Bay/St. Heliers Bay gefahren und haben dort Parks und Strände besucht, Fish&Chips und FrozenYoghurt gegessen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Es ist deutlich wärmer als die letzten Tage und der Wind weht nur schwach. Es sind viele Leute unterwegs, aber eher Einheimische als Touristen. Ob wohl noch Sommerferien sind?

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Blick vom Michael Joseph Savage Memorial Park mit der Skyline von Auckland im Hintergrund

Zurück im Hotel sind wir wieder bei der Autofrage. Wir haben uns jetzt entschieden, den Honda Airwave zu kaufen. Am Abend haben wir ihn abgeholt.

Es ist ein japanisches Auto. Gut, dass ist jeder Honda, aber dieser wurde auch für den japanischen Markt gebaut. Bei den beiliegenden Dokumenten und Betriebsanleitungen sowie Serviceberichten verstehen wir kein Wort. Im Gegensatz zu anderen Autos, die wir angeschaut haben, wurde aber wenigstens das Navi getauscht, sodass tatsächlich eine neuseeländische Karte drauf ist und das Navi englisch mit einem spricht. Das Navi ist gleichzeitig auch ein DVD-Player und hat auch einen SD-Karten-Slot.

Der Kombi ist so groß, dass man gut darin schlafen kann. Bei umgelegter Sitzbank wir die Fläche eben und durch das Sonnendach kann man nachts die Sterne sehen. Damit es tags nicht zu heiß wird, kann man eine Blende elektrisch zufahren lassen. Dann sieht es aus wie ein normales Autodach – zumindest von innen.

Wir denken, dass wir einen ganz guten Kauf gemacht haben und einen viertels vollen Tank Benzin und eine Musik-CD haben wir auch noch dazu bekommen.

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Unser neues Auto: ein Honda Airwave – Im Hintergrund unser schrottiger Mietwagen: ein Nissan Sunny

 

Autofahren in Neuseeland

Bisher ist Bene immer gefahren. Für unseren Mietwagen haben wir uns die Kosten für einen zweiten Fahrer einfach gespart. Zudem bin ich besser im Navigieren, obwohl wir keine gute Karte haben. Der Straßenatlas hat nämlich so einen großen Maßstab, dass er uns in der Stadt nichts nützt und der Stadtplan von Auckland umfasst nur die Innenstadt. So bleibt uns nur ein selbst ausgedruckter Zettel von GoogleMaps mit der Route vom Flughafen zum Motel. Inzwischen haben wir sie auf dem Rand handgemalt erweitert, aber dennoch (oder vielleicht gerade deswegen) haben wir unzählige Male umdrehen müssen.

Unser neues Auto hat ein Navi mit neuseeländischer Karte, sodass wir dieses Problem schon mal ausgeräumt haben. Und nun darf auch ich endlich mal fahren.

Da Neuseeland früher eine britische Kolonie war und auch heute noch unter der britischen Krone steht, ist dort genau wie in England Linksverkehr. An das fahren auf der anderen Seite gewöhnt man sich an sich recht schnell. Größere Schwierigkeiten bringt das Rechtslenker-Auto mit sich. Beispielsweise läuft man auf dem Parkplatz immer spontan zur Beifahrerseite, wenn man wegfahren möchte. Dann muss ja auch die linke Hand schalten. Gut, wir haben ein Automatik-Auto gekauft, sodass das nicht zählt. Dafür ist der linke Fuss immer gewillt bei jeder Kreuzung auf die Kupplung zu treten, aber das ist eine andere Geschichte. Das Kurioseste an der Sache ist aber, dass auch Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind. Der Blinker ist rechts und der Scheibenwischer links. Oft passiert es, dass man bei einer Abzweigung routinemäßig den Scheibenwischer anschaltet, dann seinen Fehler bemerkt und doch blinkt, gestresst versucht den Scheibenwischer auszubekommen und dann so verwirrt ist, dass das Auto hinter einem schon hupt, weil man nicht losfährt obwohl frei wäre. Und da soll man sich noch auf den Verkehr konzentrieren?

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