Wort der Woche (KW31): Te Wiki o Te Reo Māori

Nach zwei Wochen Pause gibt es jetzt endlich wieder ein Wort der Woche.

Das Wort der Woche ist diesmal: Te Wiki o Te Reo Māori

Heute geht die 40. Woche der Māori-Sprache, Te Wiki o Te Reo Māori, zu Ende. Die Sprache Māori wird vom Volk der Māori gesprochen, welche die Ureinwohner Neuseelands sind. Durch die Herkunft des Volkes ist die Sprache recht ähnlich zu anderen polynesischen Sprachen beispielsweise das, was auf Samoa, Tahiti oder auch auf Hawaii gesprochen wird. Bis zur Ankunft der Europäer war Māori eine schriftlose Sprache. Heute verwendet sie, genau wie wir, die lateinische Schrift und ist in Neuseeland, neben Englisch und der neuseeländischen Gebärdensprache, die dritte Amtssprache des Landes. Mit der Themenwoche soll die Sprache wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken und vor dem Aussterben bewahrt werden. Zwar wird die Sprache in der Schule gelehrt, aber die Anzahl an Menschen, die die Sprache fließend sprechen können, nimmt immer mehr ab.

Vereinzelte māorische Bezeichnungen werden im neuseeländischen Alltag jedoch häufig verwendet. Die Nachrichtensprecher beispielsweise begrüßen einen mit Kia Ora („Hallo“ oder wörtlich „Möge es dir gut gehen!“) und am Eingang eines Nationalparks steht oft Haere mai („Willkommen“). Auch viele Orte und Plätze haben māorische Namen. Beispielsweise waren wir über Ostern in Whakatane („Handle wie ein Mann!“) und letztes Jahr waren wir in Rotorua („der zweite See“). Zudem sind die Namen aller öffentlichen Ämter in zwei Sprachen angeben. So heißt die Steuerbehörde Inland Revenue / Te Tari Taake und das Arbeitsamt Work and Income / Te Hiranga Tangata. Es gibt sogar einen Fernsehsender auf Māori, den Māori Television. Häufig werden traditionelle Kulturveranstaltungen übertragen und bei den Nachrichten gibt es einen englischen Untertitel.

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Traditionelle Schnitzereien an einem Marae, dem traditionellen Versammlungshaus der Māori

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