Sternenhimmel einer klaren Winternacht – Was tun bei Lichtverschmutzung?

Nach zwei bitterkalten Nächten mit Nachtfrost und morgendlichem Raureif, gefolgt von zwei sonnendurchfluteten Wintertagen, war auch diese Nacht wieder wolkenlos. Eine klare Winternacht wie diese sollte doch perfekt zum Fotografieren des Sternenhimmels sein.

So dachte ich es mir jedenfalls, zog mir eine warme Jacke an, dazu noch mit Mütze und Schal gewappnet und begab mich nach draußen auf die Straße. Doch weit gefehlt! Inmitten der südlichen Vororte von Auckland ist die Lichtverschmutzung doch noch deutlich höher als ich vermutet hatte und die kleine Sichel des Mondes tat noch ihr übriges.

 

Nach dem Testen verschiedenster Einstellungen an der Kamera sowie unterschiedliche Positionen für das Stativ gelang es mir dann aber doch noch, das Kreuz des Südens über unserem Haus einzufangen. Trotz der großen Lichtverschmutzung lässt sich die Milchstraße erahnen.

Gewöhnlich verwende ich für die Aufnahme von Sternen und der Milchstraße die folgenden Einstellungen:

  • Blende: 1,8 (so klein wie möglich)
  • Belichtungszeit: 20-30 Sekunden (so lang wie möglich)
  • ISO-Wert: 1600-3200

Damit nichts verwackelt, ist die Benutzung eines Stativs ein Muss und es empfiehlt sich, den Auslöser nicht selbst zu drücken, sondern die Aufnahme mittels Selbstauslöser zu starten.

Bei der mangelnden Dunkelheit der Stadt bekommt man dadurch jedoch ein Foto, das aussieht, als hätte man es am helllichten Tag geschossen. Deswegen weiche ich bei einer solchen Nacht auf die folgenden Einstellungen aus:

  • Blende: 1,8
  • Belichtungszeit: 4-5 Sekunden
  • ISO-Wert: 400

Ich verwende übrigens keine Spiegelreflexkamera, sondern nur eine Sony RX100. Aber selbst mit noch kompakteren Digitalkameras wie meiner kann man mit etwas Fingerspitzengefühl ganz passable Aufnahmen erzeugen.

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