Bewerbung bei Heinz Wattie’s

Nachdem ich ja schon vor über einem Jahr angefangen habe Kontakte zu Heinz Wattie’s in Neuseeland aufzubauen, haben wir während unserer Hochzeitsreise im November 2012 dann vor Ort Kollegen getroffen und einen Tour durch die beiden Fabriken in Hastings in der Hawkes Bay gemacht.

Anfang März 2013 habe ich meine erste Bewerbung an Heinz Wattie’s geschickt. Sie hatten zufällig eine Stelle ausgeschrieben, die so in etwa meiner jetztigen entspricht. Die Personaler haben zwar offiziell eine Absage geschickt, aber die R&Dler(*) haben mir geschrieben, dass ich mich auf jeden Fall nochmal melden soll, wenn meine Pläne konkreter sind.

So habe ich mich dann Ende Mai 2013 erneut beworben. Zufällig hatten sie schon wieder diese Stelle ausgechrieben. Die R&Dler haben gleich am nächten Tag wieder geantwortet, ich solle mich wieder melden, wenn die Zeit näher ist und ich habe schon befürchtet, ich gehe denen ziemlich auf die Nerven. Aber dann kam später eine Mail von den Personalern. Ich solle so schnell wie möglich einen Fragebogen ausfüllen. Darin hauptsächlich Fragen über meine Motivation und Erwartungen, sowie Gehaltsvorstellungen und Fragen zum Einwanderungsprozess und Visa-Angelegenheiten. Nachdem ich den Fragebogen zurückgeschickt habe, sagte die Personal-Tante, dass sie mich mal anrufen will.

Während diesem telefonischen Bewerbungsgespräch hat sie mich dann weniger über meinen Lebenslauf, sondern mehr über meine Projekte im Beans Team gefragt. Dann wollte sie noch wissen, ob ich nicht vielleicht früher kommen könnte. Das habe ich aber verneint. Sie will sich auf jedenfall noch ein paar mal dieses Jahr melden, um zu sehen, wie der Stand so ist. Sie hat mir auch das Gehalt erklärt und die Krankenversicherung, die sie mir anbieten.

Dann im Juli 2013 ruft der Manager der Produktentwickler an. Erst einmal reden wir übers Wetter und das neue R&D-Center in Nijmegen, Stevia in Dosen und andere Süßungsmittel. Als er dann endlich auf den Punkt kommt, meinte er, dass sie mich schon unbedingt haben wollen, aber noch nicht wissen wie sie das machen wollen. Sie haben ja jetzt Stellen frei und im Januar vielleicht nicht. Entweder er überredet die Personaler eine Stelle erstmal nicht zu besetzen oder im Januar eine neue Stelle ausschreiben. Im laufe des Jahres gehen noch 6 Mitarbeiter, da werden viele Stellen frei. Und wenn es im Januar nicht klappt, dann im Februar oder März. Dann mache ich eben einen Monat Urlaub und schaue mir das Land an – so flexibel bin ich dann schon! Nun ja, zwischenzeitlich hat der neue globale Chef durch die Übernahme von Heinz durch eine Investorengesellschaft verkündet, dass erstmal keine neuen Leute mehr eingestellt werden. Jetzt sieht es wohl eher wieder schlechter aus. Die in NZ sind aber dabei was hinzumogeln oder eine Ausnahme zu bekommen, um mich und andere einzustellen. Sie haben 6 freie Stellen und irgendwer muss die Arbeit ja machen…

(*) – Die Abteilung R&D (Research&Developement) wird im Deutschen F&E (Forschung&Entwicklung) genannt und ist damit genau das was ich den ganzen Tag so mache: Produkte entwickeln und neue Technologien erforschen.

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Mit der neuseeländischen Kollegin auf einem Radausflug im November 2012

 

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