Marmite – Schwarzes Gold zum Frühstück

Es gibt nur wenige Produkte, die typisch neuseeländisch sind, aber Marmite (sprich: „Marmeit„) gehört definitiv dazu. Marmite ist eine pechschwarze Würzpaste, die vom Geschmack her mit Maggi-Würze vergleichbar ist, aber eine Konsistenz hat ähnlich wie Nutella, fast noch ein bisschen fester und zäher.

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Nur Banausen wie ich würden auf die Idee kommen Marmite zum Würzen von Suppen zu verwenden. Echte Kiwis streichen es zum Frühstück hauchdünn auf Toast. Die meisten Nicht-Neuseeländer mögen selbstverständlich kein Marmite und verstehen den Hype darum nicht. Kiwis sagen dann „Du hast zu viel genommen“ oder „Du hast zu wenig Butter drauf“.

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Ob man Marmite mit oder ohne Butter isst, spaltet die Nation. Letztendlich geben sie dann aber doch auf mit den Überzeugungsversuchen. Es wissen eben doch nur echte Kiwis das schwarze Gold zu schätzen. Einer Legende nach soll der Verzehr von Marmite sogar vor Mückenstichen schützen. Das probieren wir dann aber ein anderes Mal aus.

Vor fast 5 Jahren kam es dann zur Katastrophe in der Marmite-Welt. In den Erdbeben rund um Christchurch wurde die Fabrik so stark beschädigt, dass bei unserem Neuseelandurlaub 2012 Marmite in keinem Laden zu finden war. Die armen Kiwis mussten tatsächlich monatelang zum australischen Pendant und Erzfeind Vegemite greifen. Inzwischen ist die Produktionsstätte aber wieder fit und es kann reichlich Marmite gekauft werden.

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