Yosemite Nationalpark

Da sich uns die Gelegenheit bot, wollten wir uns den Yosemite Nationalpark nicht entgehen lassen. Man spricht es übrigens „Josemiti“ aus, nicht „Josemeit“.

Von San Francisco aus erreichten wir den berühmten Park nach vier Stunden eher unspektakulärer Fahrt. Erst auf der letzten halben Stunde wurde es hügelig, dann bergig. Die Straße schlängelte sich an einem Flussbett entlang, bis wir schließlich das Kassenhäuschen am Eingang des Nationalparks erreichten. Dreißig Dollar zahlt man zur Zeit pro Fahrzeug, egal wie viele Leute darin sitzen. Der Eintritt ist für sieben Tage gültig, sodass wir am zweiten Tag nicht noch einmal zu bezahlen brauchten.

Dass es im Yosemite schön sein soll, haben wohl auch noch andere mitbekommen, sodass es selbst in der Nebensaison unglaublich voll war. An einem Wochenende zu kommen, war wohl nicht gerade unsere beste Idee. Auf den Parkplätzen der bekannten Aussichtspunkte wimmelte es nur so vor Touristen. Nachdem der erste Schock überwunden war, konnten wir uns dennoch auf die atemberaubende Natur einlassen. Das Tal selbst liegt auf 1200 Meter Höhe, die Felsen ragen aber auf 2200 Meter über Meereshöhe.

Yosemite Nationalpark i- Tunnel View

Erst machten wir einen Abstecher zu den Bridal Veil Falls, später zu den noch höheren Yosemite Falls. Ich hatte zuvor gelesen, die Yosemite Falls gehörten zu den höchsten Wasserfällen weltweit. Bei näherer Betrachtung finde ich dies aber ungerechtfertigt, da es eigentlich zwei einzelne Wasserfälle sind, die Lower und die Upper Yosemite Falls. Wäre ich nicht von Neuseeland total Wasserfall verwöhnt und wäre Kalifornien nicht gerade in einer fünfjährigen Dürre, hätte es mich vielleicht mehr fasziniert. Auf den etwas älteren Bildern sah er nämlich gar nicht schlecht aus. Aber vielleicht hatte ich auch einfach zu viel erwartet.

Yosemite Nationalpark - Yosemite Falls

Am späten Nachmittag machten wir uns zum Glacier Point auf. Das ist ein Aussichtspunkt auf einem der Gipfel über dem Yosemite Valley. Da man mit dem Auto ganz außen herumfahren muss, braucht man bald eine Stunde vom Visitor Centre im Tal zum Aussichtspunkt auf dem Berg. Die Fahrt lohnt aber auf jeden Fall. Beinahe senkrecht blickt man von oben auf das 1000 Meter tiefer liegende Tal. Am frühen Abend scheint auch die Sonne gerade von der richtigen Seite auf die Berge.

Yosemite Nationalpark - Glacier Point

Yosemite Nationalpark - Glacier Point

Den nächsten Tag nutzen wir, um zu den Mirror Lakes zu laufen. Entgegen allen Erwartungen war der Weg dort hin weitestgehend eben und relativ gemütlich zu bewältigen. Der See war dank der Dürre zwar mehr ein Seechen, aber gespiegelt haben sich die Berge dennoch tadellos!

Yosemite Nationalpark - Mirror Lakes

Am Ende unseres Wochenendausflugs in den Yosemite Nationalpark waren wir uns alle einig: Mehr Zeit müsste man haben! Es gibt unzählige, mehrstündige Wanderungen, die sehr verlockend klingen, und auch für Kletterer soll die Gegend ein Paradies sein. Ich kann sehen, warum! Vielleicht kommen wir eines Tages wieder!

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