Viva Las Vegas!

Von Auckland aus erreichten wir nach dreizehn Stunden Flug Los Angeles und nach einer weiteren Stunde schließlich Las Vegas. Die Stadt mitten in der Wüste Nevadas ist wirklich verrückt. Schon am Flughafen kann man sein Geld verspielen, während man noch auf sein Gepäck wartet!

Las Vegas - Spielautomaten am Flughafen

Unser kleines, unbekanntes und nicht nennenswertes Hotel lag am südlichen Ende des „Strips“, wodurch wir die Kasinos Tropicana, Excalibur, Luxor und Mandalay Bay als Erstes anschauten. Jedes Kasino hat sein eigenes Motto, welches mal mehr und mal weniger aufwendig umgesetzt wird.

Die Pyramide des Luxors ist dabei besonders beeindruckend. Die Zimmer liegen an der Außenwand. Ansonsten ist die Pyramide innen hohl. Wenn man mit dem Aufzug seitlich schräg nach oben fährt, kann man somit vom Gang aus innen wieder nach unten schauen.

Las Vegas - Excalibur und Mandalay Bay

Las Vegas - Die Pyramide des Luxor

Weiter ging die Erkundigungstour zum New York New York. Die Achterbahn ließen wir diesmal aus. Dafür lohnte ein Besuch in der Hershey’s Chocolate World. Neben der großen Freiheitsstatue außen, gibt es dort zwei weitere: eine aus Twizzlers und eine aus Schokolade!

Las Vegas - New York New York

Über die Brooklyn Bridge vorbei am Monte Carlo, hakten wir nebenbei noch die vierstöckige M&M’s World und das Hard Rock Café ab und erreichten schließlich den Eiffelturm des Paris. Er ist halb so groß, wie der Echte. Oben befindet sich aber ebenfalls ein Restaurant.

Durch die mobile App „MyVegas“, die ich einen Monat zuvor angefangen hatte zu spielen, holten wir hier unser erstes gratis Geschenk ab: eine Tafel Schokolade von Hexx.

Las Vegas - Der Eiffelturm des Paris

Gegenüber des Paris liegt das Bellagio, eines der teuersten Kasino Hotels in Vegas im Stil einer italienischen Villa. Nicht nur von außen ist es toll anzusehen. Innen gibt es ein Konservatorium, welches je nach Jahreszeit aufwendig gestaltet ist.

Am meisten ist Bellagio jedoch für seine Fountain Show bekannt. Jede halbe Stunde (und abends jede viertel Stunde) tanzen die Springbrunnen eindrucksvoll zur Musik. Während unseres dreitägigen Besuchs schauten wir sie uns sechs- oder siebenmal an und sahen dabei keine Choreografie doppelt.

Las Vegas - Das Konservatorium im Bellagio

Las Vegas - Bellagio Fountain Show

Las Vegas - Bellagio Fountain Show

Etwas weiter den Strip entlang erreichten wir am Abend das Venetian. Mit Dogenpalast und Seufzerbrücke, Gondeln, Rialtobrücke und Campanile fehlten eigentlich nur die Tauben. Die gibt es aber im echten Venedig inzwischen auch nicht mehr.

Alles ist etwas kleiner als in echt. Über die Rialtobrücke führt eine Rolltreppe und die Kanäle, auf denen die Gondeln fahren, befinden sich im wohl klimatisierten Gebäude neben Läden für Karnevalsmasken und Muranoglas. Auch die Deckengemälde sind mitunter ganz schön beeindruckend. Und alles auch viel sauberer als in echt. Schwer zu entscheiden, was mir besser gefällt.

Las Vegas - Venedig bei Nacht

Las Vegas - Venedig bei Nacht

Innenansicht mit aufgemaltem Himmel an der Decke

Gleich gegenüber bricht vor dem Mirage all abendlich ein Vulkan aus. Rot angestrahltes Wasser spritzt als Lava in die Luft. Dazu Feuerwerfer und laute Musik. Ebenfalls sehr eindrucksvoll.

Meine App ließ hier noch ein riesiges Stück Cheesecake mit Kirschsoße springen, bei welchem wir zu zweit schon Schwierigkeiten hatten, es leer zu essen.

Las Vegas - Vulkanausbruch von dem Mirage

Das Caesars Palace ist neben dem Bellagio eines der teuersten Etablissements in der Stadt.

Vorher hatte ich eine Doku darüber gesehen, welches den Namen erklärte. Eigentlich würde man ja denken, dass es „Caesar’s Palace“ heißen müsste, der Palast des Caesar. Es heißt aber „Caesars Palace“, der Palast der Caesaren, weil sich jeder Gast wie ein Caesar fühlen soll. Ganz schön clever, was so ein kleines Apostroph ausmacht.

In den dazugehörigen Forum Shops, ein Einkaufszentrum erheblichen Ausmaßes machten wir im dreistöckigen H&M einen Großeinkauf, bevor wir mit der Wendel-Rolltreppe (!!) wieder zum Ausgang fuhren.

Zudem hatten wir uns zufällig zum Poolbereich des Hotels verlaufen. Bei den meisten kann man diesen nur mit Zimmerschlüsselkarte betreten. Nicht jedoch hier. Schade, dass wir keine Badesachen mithatten. Wäre sicher niemandem aufgefallen. Sogar an der Poolbar können noch Poker und Blackjack gespielt werden. Keine Gelegenheit auslassen!

Las Vegas - Forum Shops im Caesars Palace

Las Vegas - Poolbereich des Caesars Palace

Im relativ neuen Aria holten wir uns zwei weitere gratis Desserts von meiner App bei der Patisserie Jean Philippe ab: Ein Apfel-Zimt-Crêpe und ein Mille Feuille mit Haselnuss und Nutella. Die waren mit Abstand am besten!

Die Freemont Street in Downtown Las Vegas ist nicht ganz so mein Fall, aber ein Pflichtbesuch stand dennoch an. Viele Straßenkünstler, Bettler und andere zwielichtige Personen treiben sich darauf herum. Zwei Bands spielten Rockmusik und auf den Tresen der Bars tanzten leicht bekleidete Damen. Die Straße ist mit einem riesigen Bildschirm überdacht, welcher zur vollen Stunde eine bunte Lichtershow zeigt.

Las Vegas - Freemont Street

Die schreckliche Schießerei, die nur eine Woche vor unserem Besuch so viele Opfer forderte, war natürlich in aller Munde. Schon im Bus vom Flughafen im Hotel verfiel die Busfahrerin mit einem Gast in ein hitziges Gespräch. Auch später hörten wir immer wieder Leute reden. Auf den Werbeanzeigen gab es viel Schwarz zu sehen und der Hashtag #VegasStrong verfolgte einen an jeder Stelle.

Auf dem Gelände, auf dem das Festival stattfand, war noch alles aufgebaut. Nur die Planen der Bühne und einige Fahnen waren zerfetzt. Polizeiautos hielten Tag und Nacht Wache. Schmerzhaft mussten wir lernen, dass auch die Bushaltestellen rund um das Gelände nicht angesteuert wurden.

Als wir mit dem Bus zum „Welcome to Las Vegas“-Schild fuhren, wussten wir nicht, was uns dort erwarten würde. Ein Blumenmeer war am Fuße des Schilds niedergelegt. Hunderte Trauernde hatten sich versammelt. Seelsorger waren mit einer Hundestaffel gekommen, um den Menschen zu helfen. Jedes Opfer hatte ein eigenes Kreuz bekommen, welche ebenfalls mit Blumen, Ballons und Flaggen überhäuft waren. Es war ein merkwürdiges Gefühl, das Ganze so hautnah mitzuerleben.

Las Vegas - Welcome to Las Vegas Sign

Las Vegas #VegasStrong

Ich könnte noch stundenlang weiter über die vielen tollen Hotels am Strip und ihre gratis Attraktionen berichten: Die Flamingos im Flamingo und die Vorstellung im Circus Circus. Die Löwen im MGM Grand gibt es leider nicht mehr und auch die Lucky Cat im Cosmopolitan gehört der Vergangenheit an.

Insgesamt besuchten wir über 30 Kasino Hotels in den drei Tagen, in denen wir dort waren. Das Essen ist unglaublich billig und die Dreitageskarte für den Bus liegt auch nur bei 20 Dollar. Las Vegas ist die pure Dekadenz mitten in der Wüste. Das muss man gesehen haben!

One Comment

  1. Huhu ihr beiden,
    das klingt schon echt super. Las Vegas will ich mir auch unbedingt irgendwann mal anschauen.

    Aber solange Trump da ist warte ich noch etwas ab.

    LG Julian

    PS: Grüße auch von Kathi 🙂

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