South Island (4/4) – der Rest

Nach unserer Ankunft in Dunedin (Hier geht’s zum ersten Teil unserer Reise), der Fahrt durch die Catlins (Hier geht’s zum zweiten Teil unserer Reise) und dem Ausflug nach Stewart Island (Hier geht’s zum dritten Teil unserer Reise) reisten wir weiter Richtung Westen.

Bekannte hatten uns vom sogenannten Gemstone Beach erzählt und wir hatten uns Wunder was davon versprochen. Vielleicht ein Kieselstrand mit Steinchen wie aus Glas? Die Ernüchterung kam nur wenig später. Ein ziemlich durchschnittlicher neuseeländischer Strand. Etwas dunklerer Sand, raue See, schroffe Klippen und im Hintergrund die Berge des Fiordlands. Ein paar Leute suchten in den vom Wasser angespülten Steinen nach irgendetwas. Bei näherem Hinsehen waren es aber auch nur ziemlich durchschnittliche bunte Steine, keinesfalls etwas, dass nur annähernd Edelsteinen ähnelte.

Eine viertel Stunde nördlich von Tuatapere, wo wir die Silvesternacht mit anderen Deutschen, die wir erst an dem Abend kennengelernt hatten, verbachten, erreichten wir die Clifden Caves. Die Kalksteinhöhle kann einfach so betreten und durchklettert werden. Anfangs ist dies ziemlich einfach, oft läuft man nur einen Gang entlang und kann recht gemütlich einige Stellen mit Tropfsteinen und ein paar vereinzelte Glowworms bestaunen. Später wird der Boden etwas nasser und das eine oder andere Wasserloch muss umklettert werden. Dadurch wird es etwas spannender und abenteuerlicher. Es handelt sich vielleicht nicht um die größte Höhle Neuseelands oder die, mit den meisten Tropfsteinen oder Glowworms, aber dennoch bin ich immer wieder darüber überrascht, dass diese Höhlen kostenlos und auf eigene Faust erkundet werden können. Umso ärgerlicher ist es, dass sie inzwischen von Besuchern mit einer Unmenge an Kritzeleien, teils in den Stein geritzt und teils mit Sprühdosen geschrieben, verschandelt wurde. Solch eine Respektlosigkeit gegenüber der Natur ist nicht zu tolerieren!

Als letzten Stopp unserer Reise besuchten wir den Fish n Chips Shop in Mataura. Dieser hatte zwar über die Feiertage geschlossen, aber da wir die Besitzer kennen, bekamen wir trotzdem was zu essen. Eine von Benes ehemaligen Kolleginnen aus Auckland hat sich nämlich vor drei Monaten gemeinsam mit ihrem Partner den einzigen Takeaway-Laden der kleinen Stadt gekauft und betreibt diesen seitdem zusammen mit fünf Angestellten. Es war wirklich interessant, was sie von ihrem neuen Lebensinhalt zu erzählen hatten. Obwohl es sich „nur“ um eine Imbissbude handelt, ist die Organisation unheimlich aufwendig und umfasst deutlich mehr, als wir es uns je vorstellen konnten.

Leider bedeutete der Besuch im Fish n Chips Shop aber auch, dass unsere Reise sich dem Ende näherte. Nach einer Übernachtung in der Penthouse-Suite über dem Laden, mussten wir auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Auckland.

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